Du kennst Dich mit Literatur aus? Das wollen wir doch mal sehen!
Mit unserem Rätsel des Tages entdeckst Du jeden Tag neue Facts für Dich, mit denen Du schon dieses Wochenende auf jeder Party angeben kannst!
Beantworte täglich Fragen aus der Welt der Bücher, Autoren und literarischen Abgründe!

Welcher schwedische Schriftsteller starb kurz vor dem Erscheinen seiner später weltberühmten Millennium-Trilogie?
Gemeint ist Stieg Larsson. Er arbeitete als Journalist und galt als Experte für Rechtsextremismus. Den Welterfolg seiner Millennium-Trilogie erlebte er nicht mehr: Larsson starb 2004, noch bevor die Romane erschienen und international millionenfach gelesen wurden.
Zurückliegende Rätsel
Welcher Schriftsteller sagte sinngemäß, er sei aus Liebe zur Welt und zu den Menschen Schriftsteller geworden?
Gemeint ist Albert Camus. Die Aussage zeigt eine freundlichere, weniger düstere Vorstellung vom Schreiben: Literatur nicht nur als Anklage, sondern auch als Zuwendung zur Welt und zu den Menschen.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welche der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte tippte ihren ersten Roman mehrfach auf der Schreibmaschine ab, bevor sie ihn an Verlage und Agenten schickte?
Gemeint ist Joanne K. Rowling. Den ersten Harry-Potter-Roman schrieb sie in einer finanziell schwierigen Lebensphase und tippte ihn mehrfach auf der Schreibmaschine ab, bevor sie ihn verschickte. Die erste Auflage war noch bescheiden; später wurde daraus ein Welterfolg. Heute wird Rowlings Vermögen auf über 1 Milliarde EUro geschätzt.
Welches Schriftstellerpaar war von 1951 bis 2011 verheiratet?
Gemeint sind Christa und Gerhard Wolf. Die beiden waren von 1951 bis zu Christa Wolfs Tod 2011 verheiratet und hatten zwei Töchter.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welcher Schriftsteller führte als Student ein wildes Leben, musste Leipzig wegen Schulden verlassen und wurde später zum deutschen Tugenddichter verklärt?
Johann Wolfgang von Goethe erscheint im Rückblick oft als entrückter Klassikerfürst. Seine frühen Jahre waren deutlich unruhiger: In Leipzig studierte er nur halbherzig, lebte gesellig, machte Schulden und musste die Stadt schließlich krank und angeschlagen verlassen. Erst später wurde aus dem jungen Draufgänger die literarische Institution.
Welcher Schriftsteller bestimmte, dass seine Lebenserinnerungen erst 100 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht werden sollten?
Gemeint ist Mark Twain. Seine umfangreichen Lebenserinnerungen sollten erst 100 Jahre nach seinem Tod erscheinen. Die Veröffentlichung wurde 2010 zu einem bemerkenswerten Buchereignis.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welcher britische Schriftsteller wurde 1916 an der Westfront von einem deutschen Scharfschützen erschossen, kurz nachdem er einen Kameraden wegen einer Zigarette ermahnt haben soll?
Saki hieß eigentlich Hector Hugh Munro und war für pointierte, oft makabre Kurzgeschichten bekannt. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig, obwohl er mit 43 Jahren nicht mehr eingezogen wurde. Seine angeblich letzten Worte galten einer Zigarette, die im Schützengraben gefährlich sichtbar war.
Quelle: Wikipedia: Saki
Wer nannte Shakespeare einen „betrunkenen Wilden und Barbar“?
Gemeint ist Voltaire. Er nannte Shakespeare einen „betrunkenen Wilden und Barbar“. Das ist ein hübsches Beispiel dafür, dass literarische Größe selten vor sehr ruppigen Urteilen anderer Schriftsteller schützt.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welche gut erzählte Verschwörungstheorie wurde 2004 Jahresbestseller?
Gemeint ist „Sakrileg“ von Dan Brown. Der Thriller wurde zu einem internationalen Buchphänomen und machte religiöse Codes, Kunstgeschichte und Verschwörungserzählungen massentauglich.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welcher Autor sagte: „Am Schreibtisch kann ich ein kleines bisschen fliegen“?
Gemeint ist Jurek Becker. Der Satz fasst Schreiben als kleine Befreiung zusammen: Am Schreibtisch entsteht ein Raum, in dem Wirklichkeit, Erinnerung und Erfindung beweglicher werden.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welcher spätere Romancier absolvierte zunächst eine Apothekerlehre und arbeitete viele Jahre als Journalist, bevor er mit Alterswerken wie „Effi Briest“ berühmt wurde?
Theodor Fontane war keineswegs von Anfang an der große alte Romancier des Realismus. Er lernte zunächst Apotheker, arbeitete später als Journalist, Korrespondent und Theaterkritiker. Seine wichtigsten Romane entstanden erst vergleichsweise spät – Effi Briest erschien, als Fontane bereits über siebzig war.
Welcher Schriftsteller behauptete, im Zweiten Weltkrieg eigenhändig 122 deutsche Soldaten getötet zu haben?
Gemeint ist Ernest Hemingway. Er behauptete, im Zweiten Weltkrieg eigenhändig 122 deutsche Soldaten getötet zu haben. Belege dafür gibt es nicht; Forscher halten die Geschichte für fiktional.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welcher Science-Fiction-Autor schrieb über 400 Kurzgeschichten und fand besonders in Russland und Osteuropa ein großes Publikum?
Gemeint ist Robert Sheckley. Er war vor allem für humorvolle und satirische Science-Fiction-Kurzgeschichten bekannt, schrieb über 400 Storys und hatte einen auffällig großen Leserkreis in Russland und Osteuropa.
Welcher Schriftsteller sagte nach der Trennung von Ingeborg Bachmann: „Das Ende haben wir nicht gut bestanden, beide nicht“?
Gemeint ist Max Frisch. Seine Beziehung mit Ingeborg Bachmann dauerte von 1958 bis 1962.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welcher historische Roman war 1992 und 1993 deutscher Jahresbestseller?
Gemeint ist „Der Schamane“ von Noah Gordon. Der historische Roman war in Deutschland zwei Jahre hintereinander Jahresbestseller und knüpfte an den großen Erfolg von Gordons „Der Medicus“ an.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)
Welche Autorin schrieb über das Handbuch Sternfeld-Tiedemann - ein Standardwerk zur deutschen Exilliteratur 1933–1945 -, es sei „eine trübe Quelle“?
Gemeint ist Gabriele Tergit. Sie kritisierte das Handbuch Sternfeld-Tiedemann ungewöhnlich scharf. Solche literarischen Fachstreits zeigen, dass Quellenarbeit, Nachschlagewerke und Kanonbildung keineswegs friedliche Nebenschauplätze des Literaturbetriebs sind.
Quelle: Dr. Gröls Almanach der Literatur, Hanser Verlag („Hanser Box“)


